Gesunde Zähne – Was kann ich tun?

Die sieben Zeichen gesunder Zähne

Es gibt sieben Zeichen, an denen Sie erkennen können, ob ihre Zähne gesund sind.
Sie können feststellen, wie es um Ihre eigene Zahngesundheit bestellt ist und Sie erfahren, was in der Praxis Dr. Offer für Ihre Zähne getan werden kann und was Sie zu Hause tun können.


1. Kein Zahnstein, keine Plaque.

Was merken Sie?

  • Zahnsteinansammlungen

Patienten klagen oft über Verfärbungen und Zahnsteinansammlung an den Zähnen, meistens von hinten an den unteren Schneidezähnen – weil sie sie dort sehen können. Aber die gefährlicheren massive Zahnsteinbildungen an den hinteren oberen Backenzähnen werden häufig gar nicht bemerkt!

Was kann in der Praxis gemacht werden?

  • intraorale Kamera  – kugelschreiberdicke Kamera für den inneren Mundbereich
  • PIaquefärbetabletten
  • Scaling – Entfernen von Ablagerungen in Zahnfleischtaschen und an der Wurzel

Zunächst werden dem Patienen die Problemzonen der Zahnsteinbildung aufgezeigt. Dafür benutzt die Praxis Dr. Offer die intraorale Kamera (=kugelschreiberdicke Kamera für den inneren Mundbereich). Sie zeigt besser als jeder Spiegel die kariösen Zähne und das Ausmaß der Zahnsteinbildung.
Die Empfehlung von PIaquefärbetabletten und die Demonstration einer geeigneten Zahnputztechnik sind die vordringlichsten Maßnahmen, gefolgt von professioneller Prophylaxe, entweder als alleiniges Polieren oder kombiniert mit unterschiedlich intensivem „Scaling“  (Entfernen von Ablagerungen in Zahnfleischtaschen und an der Wurzel).

Was kann zu Hause gemacht werden?

  • richtiges Zähneputzen
  • Zahncreme mit Plaque und Zahnstein bekämpfenden Inhaltsstoffen
  • PIaquefärbetabletten zur Selbstkontrolle

Konsequentes richtiges Zähneputzen ist die wichtigste Maßnahme der häuslichen Zahnpflege.Die Verwendung einer Zahncreme mit Plaque und Zahnstein bekämpfenden Inhaltsstoffen ist ebenfalls von entscheidender Bedeutung. Eine regelmäßige Anwendung von PIaquefärbetabletten kann dabei helfen, die Fortschritte bei der wirksamen Plaquebekämpfung und damit auch der Verhinderung weiterer Zahnsteinbildung zu verfolgen.


2. Gesundes Zahnfleisch.

Was merken Sie?

  • Zahnfleischbluten

Eines der deutlichsten Zeichen erkrankten Zahnfleisches („Gingiva“) ist das Bluten beim Zähneputzen – ein Alarmsignal, welches eigentlich immer auffällt.

Was kann in der Praxis gemacht werden?

  • ausführliche Untersuchung und die Erstellung eines individuellen Behandlungsplan
  • intensive Reinigung der Zähne und Scaling – Entfernen von Ablagerungen in Zahnfleischtaschen und an der Wurzel

Der erste Schritt wäre eine ausführliche Untersuchung bei der die Praxis den Parodontalstatus notiert, Röntgenbilder und Modelle erstellt. Aus den Ergebnissen dieser Diagnostik und ggf. zusätzlicher spezieller Bakterientests („DNA-Sondentest“) wird als nächster Schritt ein Behandlungsplan entwickelt, der die zahnärztliche Therapie und auch die nachfolgenden Prophylaxemaßnahmen (in der Praxis und zu Hause) enthält.

In der Regel handelt es sich hierbei um intensive Reinigung der Zähne im Bereich der Zahnfleischtaschen („Scaling“) und parodontalchirurgische Eingriffe. Die Anwendung einer speziellen Mundspülung oder eines Antibiotikums kann ebenso indiziert sein wie Kontrolluntersuchungen und Überwachung.

Was kann zu Hause gemacht werden?

 

  • Einsatz einer antibakteriell wirksamen Zahnpasta
  • Zwischenzahnreinigung mit Zahnseide
  • weniger Rauchen

Hier ist es wichtig, dem Patienten bewusst zu machen, dass es ein Gesundheitsproblem gibt, dessen Lösung in erster Linie von ihm selbst und erst in zweiter Linie vom Zahnarzt abhängt. Die zahnärztliche Beratung sollte den Einsatz einer antibakteriell wirksamen Zahnpasta zur Reduktion pathogener Erreger und genaue Mundhygieneanweisungen einschließlich Zwischenzahnreinigung mit Zahnseide und ggf. anderen Produkten umfassen.

Da Raucher ein 280% (!) höheres Risiko haben an Zahnfleischentzündungen zu erkranken, ist es ein zentraler Teil der Bemühungen von der Zahnarztpraxis Dr. Offer, Rauchern beim „Aufgeben“ zu helfen.


3. Keine Karies.

Was merken Sie?

  • raue Zähne
  • Schmerzen

Wenn Sie keine Schmerzen oder raue Zähne haben, werden Sie kaum wissen, ob Sie Karies haben oder nicht. In diesen Fällen sind Sie völlig auf die Fähigkeiten und den Rat Ihres Zahnarztes angewiesen.

Was kann in der Praxis gemacht werden?

Neben der Beseitigung der Karies mit Hilfe von Füllungen, Inlays, Kronen oder ähnlichem, steht die Prophylaxe im Mittelpunkt! Wenn keine Defekte in den Zähnen vorhanden sind, bedeutet dies, dass der Mund sich im Gleichgewicht befindet. Die Hauptfaktoren, die zur Entstehung von Karies führen, sind:

  • die Zahnsubstanz
  • die Mikroflora in der Mundhöhle
  • die Ernährung und die Verfügbarkeit von Fluorid.

Die Zusammensetzung der oralen Mikroflora hängt weitgehend von der Mundhygiene ab. Bei erhöhter Kariesanfälligkeit kann es nützlich sein, mit Hilfe mikrobiologischer Speicheltests Art und prozentuale Verteilung der einzelnen Mikroorganismen in der Mundflora zu bestimmen.

Was kann zu Hause gemacht werden?

Gemeinsam mit Ihnen kann ein System aufgebaut werden, das die häusliche Mundpflege und die Behandlung in der Praxis Prof. Kohorst sinnvoll ergänzt. Je nach individueller Kariesanfälligkeit könnte:

  • eine entsprechende Veränderungen der Ernährungsgewohnheiten
  • die zweimal tägliche Anwendung einer bewährten fluoridhaltigen Zahnpasta
  • ein fluoridiertes Mundwasser
  • in extremen Fällen evtl. auch die zeitlich begrenzte Anwendung antibakterieller Mundspülungen oder Gele empfohlen werden.

4. Kein Mundgeruch.

Was merken Sie?

Schlechter Atem, Mundgeruch („Halitosis“) ist ein weiteres Thema im Bereich Mundgesundheit, mit dem die Patienten immer häufiger in die Praxen kommen.

Woher kommt Mundgeruch?

Entgegen weitläufiger Meinung entstammt Mundgeruch so gut wie nie dem Magen. Zu über 90% entsteht Mundgeruch direkt im Mund als Folge der bakteriellen Zerzsetzung von Speiseresten, Zellen, Blut und einigen chemischen Bestandteilen des Speichels. Hunderte von Arten an Mundhöhlenbakterien tummeln und vermehren sich besonders gerne auf dem Zungenrücken. Dieser wird nicht, wie der vordere Teil der Zunge, durch die Reibung mit dem Gaumen und den Zähnen gereinigt. Weitere begehrte Nischen sind schwierig zu pflegende Zähne, Zahnzwischenräume und so genannte Zahnfleischtaschen (Parodontitis).
Sind Zahnfleisch oder Mundschleimhaut entzündet, gibt es aber auch Mundgeruch bei geputzten Zähnen. Auch Mundtrockenheit, an der etwa 30% der deutschen Bevölkerung leiden, kann zu Mundgeruch führen.

Was kann in der Praxis gemacht werden?

  • Reinigung von Zähnen, Zahnfleischtaschen und Zungenrücken

Im Rahmen der professionellen Zahnreinigung wird eine Reinigung von Zähnen, Zahnfleischtaschen und Zungenrücken vorgenommen. Gegebenenfalls ist in der Folgezeit auch eine Parodontalbehandlung notwendig.

Was kann zu Hause gemacht werden?

  • regelmäßiges Zähneputzen
  • Verwendung von Zahnseide und Mundwasser

Natürlich ist auch die Reinigung der Mundhöhle durch regelmäßiges Zähneputzen, Verwendung von Zahnseide und Zungenbürsten zur Vorbeugung von Mundgeruch unerlässlich. Empfehlenswert sind darüber hinaus Mundwässer und Spüllösungen mit dreiprozentigem Wasserstoffsuperoxyd, das bestimmte Vorläufer von Mundgeruch wesentlich reduziert. Außerdem haben sich Spülungen mit Chlorhexidindigluconat bewährt.


5. Einwandfreie Ästhetik – weiße Zähne

Was merken Sie?

Viele Menschen wünschen sich „weißere“ Zähne, die für sie das untrügliche Zeichen von Gesundheit und Schönheit sind. Durch verschiedene Einflüsse fangen unsere Zähne an sich zu verfärben, um trotzdem strahlend weiße Zähne zur erhalten gibt es verschiedene Methoden.

Was kann in der Praxis gemacht werden?

  • Bleaching
  • Kontaktlinsen-Veneers // Keramik Veneers

Die Aufhellung des Zahnschmelzes (Bleaching) ist die schonendste Option, die in der Praxis mit einer Vielfalt von Aufhellungs- und Bleichungssystemen realisiert werden kann. Die eingesetzten Wirkstoffe enthalten meist Peroxide in unterschiedlicher Konzentration. Untersuchungen belegen, dass Bleaching die Zahnoberfläche und -Struktur nicht verändert und damit völlig unbedenklich ist.

Wenn bereits mehrere unschöne Füllungen das Bild „blendend weißer Zähne“ zunichte machen, sind „Kontaktlinsen-Veneers“ das Mittel der Wahl.

Genauso wie es fast unmöglich ist, Defekte am Autolack durch handtellergroße Einlackierungen unsichtbar werden zu lassen, so wird man größere Zahnfüllungen immer sehen können.

Die Lösung für die „Motorhaube“: Sie wird ganzflächig neu lackiert! – Die Lösung für die Zähne: Eine ganzflächige, kontaktlinsendünne neue Keramikschicht über die defekten Strukturen!
Diese hauchdünnen Keramikschichten nennt man Veneers. Mit Veneers ist bei extremer Schonung und Langlebigkeit ein betörendes Aussehen zu erzielen.

Was kann zu Hause gemacht werden?

Aufhellungsgele und aufhellende Zahnpasten können die in der Praxis durchgeführte Behandlung ergänzen


6. Keine Funktionsstörungen.

Was merken Sie?

  • Kiefergelenksgeräusche
  • Muskel- und Nervenschmerzen
  • Tinnitus

Der Kauapparat ist mit dem Nacken- und Rückenbereich in einem flexiblem Funktionssystem verbunden. Im Kausystem, bestehend aus Kiefergelenken, Kaumuskulatur, peripherem und zentralen Nervensystem, Zähnen und Zahnfleisch, kommunizieren Nervensystem (ZNS) miteinander. Bei Knirschen, Pressen, Lippenbeißen, Zungenpressen und anderen oft unbewussten Gewohnheiten kommt es zu Störungen in diesem System. 
Dauerhafte Spätfolgen sind Kiefergelenksgeräusche und Bewegungseinschränkungen, Muskel-, Kiefergelenk- und Nervenschmerzen, Kopf- und Gesichts-, Nacken- und Schulterschmerzen, Tinnitus. Es entsteht das Krankheitsbild des „Craniomandibulären Dysfunktionssyndroms“ (CMD).

Was kann in der Praxis gemacht werden?

  • Korrektur des Bisses

In vielen Fällen verschwinden die Symptome durch eine Korrektur der Okklusion ( „Biss“). In der ersten Phase der Behandlung wird die Okklusion mit wieder entfernbaren Schienen oder „Veneerschienen“ korrigiert. Bei erfolgreicher Beseitigung der Beschwerden kann in einer zweiten Phase die dauerhafte Wiederherstellung der Okklusion mit neuen Zahnrestaurationen (Inlays, Kronen, Zahnersatz) notwendig sein.

Was kann zu Hause gemacht werden?

  • Stress minimieren und Körperfehlhaltungen vermeiden

Nervöse Anspannungen und Stress sowie durch den Beruf bedingte Körperfehlhaltungen kommen als wesentlicher Faktor hinzu, bevor die meist unterschwelligen, nicht bewussten Störungen zu einer unangenehmen Erkrankung werden. Schon allein weniger Stress, kann Funktionsstörungen minimieren.


7. Einwandfreie Restaurationen.

Was merken Sie?

Bei zahnärztlichen Restaurationen kann es sich um Füllungen, Inlays, Veneers, Kronen, Brücken, Teil- bzw. Vollprothesen oder Implantate handeln. Diese Restaurationen sollten je nach Art zwischen mehreren Jahren und zwei Jahrzehnten funktionstüchtig bleiben und nach Möglichkeit keine neuen Schäden an Zähnen und Kiefern hervorrufen.

  • Auch bei zahnärztlichen Restaurationen muss das Zahnfleisch gesund und ohne Blutungszeichen sein. Darüber hinaus müssen die Übergänge vom Zahn zur Restauration glatt und ohne braune Verfärbung (evtl. Karies!) sein.
  • Wenn sich im Laufe der Zeit das Zahnfleisch etwas zurückgezogen hat und man den Übergang von der Krone zum Zahn (Kronenrand) deutlich sieht, muss dies (außer ästhetischen Einschränkungen) kein Problem sein.
  • Implantate verlangen einwandfreies Zahnfleisch (s.o.) und vertragen weder Zahnstein noch Plaque! Ebenso müssen sie beim „Wackeltest“ vollkommen fest sein.
  • Teil- bzw. Vollprothesen sollten auch nach Jahren noch den gleich guten Sitz und – bis auf leichtere Verschleißspuren – die gleiche ansprechende Ästhetik wie zu Anbeginn haben.

Was kann in der Praxis gemacht werden?

  • Untersuchung der Restaurations-Ränder mit Sonden, Lupen, Mikroskopen

Heutzutage ist die kariöse Zerstörung von Zähnen unter Füllungen, Kronen und Brücken ein viel größeres Problem als „neue Löcher“. Mit Röntgenaufnahmen kann man nicht durch Kronen hindurch sehen. Allenfalls können hiermit Defekte an den Rändern, Wurzelzerstörungen, Knochenveränderungen erkannt werden. Eine genaue Untersuchung der Restaurations-Ränder mit Sonden, Lupen, Mikroskopen ist unerlässlich, um Rückschlüsse auf den Zustand des Zahnes „darunter“ zu bekommen.

Was kann zu Hause gemacht werden?

Tun Sie alles, was unter den Punkten 1. Zahnstein & Plaque, 2. Zahnfleisch und 3. Karies hervorgehoben worden ist, in ganz besonders sorgfältiger Weise.